Teltow – von einer Raupe zum Schmetterling
Die brandenburgische Stadt Teltow nutzt das Jahr von der Wettbewerbsanmeldung bis zur Bewertung durch die Jury als Zeit der Metamorphose. Mit viel Engagement bringen die Verantwortlichen zusammen mit ihren Bürgern das Leben in der Stadt und das Stadtbild zum Aufblühen. Sie wollen sich verwandeln – von der Raupe zum Schmetterling und setzten dabei auf die Tatkraft vieler, auf dass aus vielen Einzelteilen ein ‚großes Ganzes‘ entsteht. Um dies zu erreichen hat Teltow früh zu einer gemeinsamen Auftaktveranstaltung eingeladen.
Zahlreiche Projekte konnten in der Stadt bereits umgesetzt werden, so beispielsweise eine kommunale Fläche an der Potsdamer Straße / Elbestraße, die neu gestaltet und aufgewertet wurde. Hier zeigten sich die ‚Lankwitzer Werkstätten‘ als Akteure angesprochen, die durch eine Rasenaussaat, durch Rosenbeete und neu angelegte Hecken für ein attraktives Erscheinungsbild sorgten. Ein Amberbaum und eine Gräserlandschaft sowie neugestaltete Bänke runden die Aufwertung der Fläche ab.
Ein aus sozialer und gärtnerischer Sicht besonderes Projekt stellt der Werkstattbereich „Garten-Kräuter“ dar, bei dem derzeit 14 Menschen mit Behinderungen als Gärtner tätig sind und den täglichen Umgang mit Pflanzen genießen. Hunderte einheimischer und exotischer Kräuter werden hier angebaut. Außerdem gibt es eine Kräuteressig-Manufaktur und einen Hofladen. Eine Teestube lädt zum Verweilen ein. Auch um Kräuter geht es bei einem Projekt des Jugendhauses „Schiffer“. Der neu angelegte Kräutergarten soll für Kochkurse genutzt werden. Aber auch andere landschaftsgärtnerische Maßnahmen, wie die Anlage einer Rasenfläche und kleinerer Blumenbeete, das Anpflanzen einer Sichtschutzhecke und die Einrichtung eines Komposts gehören dazu.
Interessant ist noch ein anderer Garten – der Bibelgarten. In ihm sind ca. 90 Pflanzen angepflanzt, die in der Bibel erwähnt sind. Informationsschildchen bei den Pflanzen geben Auskunft über ihren lateinischen Namen und den Bibelbezug.
Frei nach dem Motto „Das große Glück setzt sich aus vielen kleinen Glücksmomenten zusammen“ wurden an ausgewählten Orten im gesamten Stadtgebiet Pflanzkübel aufgestellt und mit blühenden „Farbtupfern“ bepflanzt, welche abwechslungsreiche Akzente setzen. Zudem werden mehrere Mittelstreifen der Innenstadt mit wechselnder Bepflanzung attraktiver gestaltet und Plätze in der Altstadt durch Blumenampeln an Straßenlaternen verschönt. Ganze 100 Stück werden Teltow im Wettbewerbsjahr zieren.
Den Teltowern ist zu wünschen, dass das eigens zum Wettbewerb entworfene Maskottchen ihnen bei so viel Engagement das wohl verdiente Glück und den Wettbewerbserfolg garantiert.
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